Wie wir dein Leben nach der Corona-Krise aussehen?

Die Entwicklungen der letzten Tage sind für viele Menschen beängstigend und auch für mich sind sie teilweise verwirrend, mit all den verschiedenen manchmal auch widersprüchlichen Informationen, die wir bis jetzt erhalten haben. Bei dieser unglaublichen Dynamik, die sich hier entwickelt hat, kann man schon ein gewisses Gefühl der Machtlosigkeit bekommen und es ist wirklich schwer abzusehen, wie sich die nächsten Tage und Wochen entwickeln werden.

 

Wenn ich dann aber wiederum Ereignisse sehe, wie zum Beispiel die Menschen in Italien und anderswo trotz Ausgangssperre die Nähe zueinander suchen und dies durch gemeinsames Musizieren von ihren Fenstern und Balkonen aus tun und danach ein stürmischer Applaus durch die Gassen halt, dann sind das Dinge, die einem Mut und Zuversicht geben, dass vielleicht doch nicht alles verloren gegangen ist, was die Menschheit ausmacht. 

René Hug Yoga Blog - Dein Leben nach der Corona Krise

Ich finde, dass sich jeder von uns einmal die Frage stellen sollte, ob nach der Krise unser Leben genauso weitergehen soll, wie wir das bisher gewohnt waren.

 

Dabei möchte ich aber eins klar stellen: ich werde mich hier und heute nicht daran beteiligen, bei euch Ängste, Verunsicherungen oder das Gefühl der Ohnmacht hervorzurufen. Dies ist absolut nicht meine Absicht. Ich denke eher, dass diese Krise für jeden Einzelnen von uns eine grosse Chance zur Veränderung ist, die wir mit Mut und Zuversicht ergreifen sollten.

 

Wenn nicht jetzt, wann dann?!

 

Aus Sicht von heute möchte ich persönlich da noch keine konkreten Konsequenzen bezüglich meines eigenen Lebens und Schaffens ziehen; dazu finde ich die ganze Situation viel zu dynamisch und noch nicht genau absehbar, wie sich das alles entwickelt und welchen Einfluss es auf uns haben wird. Aber tief in mir macht sich langsam immer mehr der Wunsch und die Erkenntnis zur Veränderung breit. Es gibt eine schöne Aussage von Moshé Feldenkreis:

 

„Was mich interessiert, sind nicht bewegliche Körper, sondern bewegliche Gehirne.“

 

Ich denke, das trifft es ziemlich gut; beweglich bleiben im Gehirn...sich auf Veränderungen einstellen, sie mitgestalten und annehmen. Ich war heute im Garten und habe ganz bewusst neue Blumen gepflanzt, mit den Gedanken und der Aufforderung an mich selbst, während dieses Tuns in die Stille zu gehen und das Leben in diesen Pflanzen bewusst zu fühlen – damit etwas Neues entstehen, wachsen und gedeihen darf... in mir und um mich herum!

Für mich ist momentan nicht die Zeit, zu reagieren oder zu agieren. NEIN.

 

Es ist nun erst einmal die Zeit für mich in diesen vom Tun "leeren" Tagen die Ungewissheit zu realisieren, und diese äussere Ruhe mir anzuschauen und zu erkennen, was sie mit meinem inneren Leben macht. Jetzt ist die Zeit, um in mein Inneres zu lauschen und zu fühlen.

 

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Vorgang einiges in mir an die Oberfläche befördern wird. Ich persönlich gehe mit positiven Gedanken in diesen Prozess und schaue bewusst hin was passiert. Ich bin mir zu schade für etwas anderes, NEIN... noch besser ich bin es Leid, jetzt von äusseren Umständen in einen inneren Zustand der Existenz-Angst getrieben zu werden. Ich lasse nicht zu, dass jetzt alles auf den Kopf gestellt wird, ohne dass ich dabei meinen Einfluss durch eigene Entscheidungen geltend mache.

 

Jetzt einfach alles laufen zu lassen und die Hände in den Schoss zu legen, das wäre eine Strategie, die von heute auf morgen ganz schnell zum "Untergang" führen kann. Wir sollten es nun doch wirklich besser wissen...

 

Wir sollten es doch bis heute nun wirklich gelernt haben, dass es bei uns liegt, wie wir mit einer Situation umgehen wollen.

 

Egal was uns passiert, diese Entscheidungsfreiheit kann uns niemand und nichts wegnehmen. Ich werde euch mit meinen bescheidenen Möglichkeiten in dieser für uns alle aussergewöhnlichen Situation und Zeit eine Alternative betreffend meiner Kurse in Zürich und den Immersions und Ausbildungen in Deutschland und Italien anbieten.

 

Lasst uns das Beste aus dieser Ausnahmesituation machen, jeder für sich, ganz authentisch und wahrhaftig.

 

Egal was du heute fühlst oder denkst, lebe es. Es könnte morgen wieder ganz anders sein. Sei dir einfach selber treu und sei wenigstens dir gegenüber verbindlich und halte dir selbst gemachte Versprechen.

 

Leider ist das genau das, was viele von uns in den letzten Jahren verlernt haben!

 

Ganz liebe Grüße … bleibt gesund 

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