Wie viel Privates muss ich in den Soziale Medien teilen?

Der ein oder andere fragst sich vielleicht manchmal, weshalb ich so wenig Privates in den Sozialen Medien teile. Andere Lehrer sind sehr offen mit ihren Meinungen, geben viel Einblick in ihr Privatleben, ihre Gefühlswelt und Entwicklungen.

 

Für mich fühlt es sich nicht stimmig an. Ich halte mich zurück. Denn das was meine Schüler von mir möchten ist mein vielfältiges Wissen und nicht meine politische Meinung. Sie wollen nicht hören, wenn ich Liebeskummer habe oder in einem Café Cappuccino trinke. Sondern sie sind vielmehr interessiert daran, dass ich sie jetzt zu Stimmgabeltherapeuten ausbilden kann. Zumindest möchte ich das hoffen.

Wie viel Privates muss ich in den Soziale Medien teilen? René Hug

Denn für mich ist es viel wichtiger zu kommunizieren, was ich meinen Schülern geben kann. Ich schenke mannigfaltige Inspiration zu den verschiedensten Themen von Yin Restorative bis zu Therapien und Klangarbeit. Und wenn meine Schüler in der Ausbildung sind, dann frage ich nicht nach ihrem Privatleben oder ihrer Vorausbildung. Ich arbeite mit dem was mir gezeigt wird, in diesem Moment. Ich vermittele ihnen mein Wissen, ohne Grenzen, und empfinde es als meine „Lebensaufgabe“ zu geben, so dass andere wachsen können.

 

Schubladendenken und Angst vor Verurteilung

 

Ja, ich gebe zu, dass mich auch die unerbittliche Verurteilung, die so schnell auf den sozialen Kanälen geschieht, abschreckt. Wie schnell man heute über den Facebook Feed manipuliert werden kann. Es geht zu viel um unreflektierte Meinungsmache an allen Enden der Geschichte. Ich habe kein Interesse daran, von Menschen, die mich nicht kennen in eine Schublade gesteckt zu werden. Egal ob es eine positive oder negative Meinung ist, die diese Menschen von mir haben, es wird niemals die „reale“ Version von mir sein, die sie beurteilen. Menschen projizieren, sie denken in Kategorien und stufen das Denken ihrer Mitmenschen in schwarz oder weiß ein. Ich bin wie ich bin und ich möchte auch so sein dürfen, wie ich bin, ohne mich der Gesellschaft erklären zu müssen.

 

Die Grenzen von Privatleben und Fachexpertise verwischen immer mehr.

 

Trotz allem bin ich oft auch denjenigen dankbar, die den Mut und Drang haben, öffentlich ihre Position zu vertreten und ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Denn je nach Kontext fühle ich mich dadurch verstanden und nicht allein mit meinen Gedanken. Dennoch denke ich, dass jeder Mensch eine andere Aufgabe hat. Manche fühlen sich dazu berufen und andere sollten sich deswegen nicht gezwungen fühlen es ihnen gleich zu tun. Ich beobachte bei diesen Personen auch leider oft, dass sie mittlerweile nicht mehr nur für ihre Fachexpertise geschätzt werden, sondern auf Grund ihres sozialen Profils beurteilt und im schlimmsten Fall nicht mehr ernstgenommen werden. Die Bereiche unseres Lebens vermischen sich immer häufiger und wir sollten alle immer wieder innehalten und uns fragen, ob wir noch das sagen, tun und vertreten, für das wir hier sind.

 

Für mehr Menschen, die nach innen kehren und ihr eigener Meister werden.

 

Ich möchte kein Guru oder Meinungsmacher sein, sondern Menschen dazu inspirieren in ihre eigene Kraft zu kommen. Sich selbst in ihrer Tiefe kennenzulernen und anzunehmen. Ihr eigener Meister zu werden und ihre einzigartige Kombination aus Wissen und Lebenserfahrung zu noch mehr Einzigartigkeit auszubauen. Die Summe der psychischen Veränderungen einer Nation wird zu ihrem Schicksal (nach C. G. Jung). Wir machen als Yogalehrer einen Unterschied für die kommenden Generationen, wenn wir jetzt damit beginnen immer mehr selbstreflektierte Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.

 

Jeder der in meine Ausbildung oder Workshops kommt, wird René kennenlernen. Den Teil, den sie kennen müssen, um inspiriert (und nicht belehrt) zu werden. Ich muss ihnen kein Bild von mir auf den sozialen Medien vorzeichnen. Sondern dürfen sie mich so kennenlernen wie ich bin. Ganz ehrlich und authentisch. Dann können sie sich gerne ihre Meinung bilden. Aber bitte nicht, wenn ich ein Foto poste, das ihnen nicht gefällt.

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Kommentare: 3
  • #1

    Michaela Bosselmann (Mittwoch, 23 März 2022 04:54)

    Verbundenheit René...du schreibst mir hiermit so von und aus meiner Seele �

    Fühle dich erfüllt befüllt und umarmt

    NAMASTÉ Micha

  • #2

    Claudia Korsten-Ring (Mittwoch, 23 März 2022 05:10)

    So wahr. Du bist im richtigen Leben authentisch und wahrhaftig. So ist es wertvoll und gut. Danke für dein Wirken. �� In Herzensverbundenheit Claudi

  • #3

    René Günther (Mittwoch, 23 März 2022 07:54)

    Hoffe es klappt am 30.05.-5.6 in Bensheim / PuRKarma. Freu mich auf dein Wissen und deine Authentizität.
    Liebe Grüße
    René aus Bonn
    Du bist Yoga